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Der kleine Lauschangriff


  oder: Warnhinweise für alle Benutzer von Pagern, nicht zu leichtsinnig zu sein

"Hallo wir fahren gleich in Urlaub, passe gut auf unsere Wohnung auf",
"Essen ist fertig, komm nach Hause",
"Ich liebe Dich, mein Schatz!",
"Servus, Reinhard, Manfred hier. Rufe mich auf meinem Handy unter 0664 300 9678 an.",
"Herr Huber, bitte rufen Sie Ihren Rechtsanwalt an",
"Deine Hure redet nur Scheiße. Soll ich sie töten oder nicht? Gefesselt habe ich Sie schon.", [Das ist wirklich so als Nachricht verschickt worden, Ich weiß nicht, ob man so etwas ernst nehmen soll. Wenn so etwas Spaß ist, dann aber zumindest ein sehr makabrer..]
"Bringe bitte 5 Gramm mit. Habe 'nen Neukunden. Zahlt gut",
"Wir wollen zum Griechen, hast Du Hunger?",
"Anne kommt später, hat sich aus Bad ausgeschlossen",
Dies und vieles mehr flimmert über den Computermonitor des Kitzbüheler Bastlers Christian Schneider (Name v.d.Red. geändert).

Die kleinen Kästchen, sie werden immer beliebter: TelMi, Quix, CallMe, Airpage Skyper und andere. (technische Details hierzu etc. siehe auch: 1 , 2 und 3 .
Nicht nur Teenies nutzen diese praktische und zeitgemäße Form der Datenübertragung für Verabredungen, Liebeserkärungen etc. sondern auch Firmen um Mitarbeitern dienstliche Nachrichten zukommen zu lassen. Vereinzelt werden die Geräte anscheinend sogar von Dealern verwendet, um Bestellungen entgegenzunhemen (das Telefon könnte ja schließlich abgehört werden...).

Laptop und Scanner reichen dafür schon.. Für die meisten Kunden von Telmi, Quix, CallMe und Airpage usw. dürfte es allerdings neu sein: Alles, was man sich an Texten zuschickt, kann problemlos überall von Hamburg bis München, von Bregenz bis Wien von Dritten mitgelesen werden. Von Fernmeldegeheimnis keine Spur. Was braucht man, um den kompletten deutschen (TelMi, Quix, Skyper) bzw. österreichischen (CallMe, Airpage) Pager -Funk mitzulesen?

- einen ganz gewöhnlichen Computer ohne irgendwelche Besonderheiten, auch 10 Jahre alte Rechner sind dazu brauchbar

- einen Scanner, das ist ein Überwachungsempfänger, wie man ihn in Funk- und Elektonikbastelgeschäften legal erwerben kann.

- dazu, z.B. aus dem Internet: Programme (für DOS oder für WIN95 (1 zum Entschlüsseln der Daten sowie ggfs. Tips, auf welchen Frequenzen (siehe unten) solche Daten ausgesendet werden.

Das DOS Programm von Pete Bearnet kann sich in seinen Fähigkeiten durch aus mit dem ebenfalls sehr genialen Win95 Programm von Deti Fliegl messen, nur es läuft absolut überhaupt nicht in Multitasking-Umgebung   (Interrupt-/Zugriffsprobleme auf die COM-Ports).

Wie funktionierts?

Paging-Dienste übermitteln drahtlos Texte (Nachrichten, Telefonnummern) an kleine zigarettenschachtelgroße Kästchen (sogn. Pager), die die Kunden bei sich tragen.
Im Gegensatz zum D- oder E- Telefonnetz sind dies reine Empfänger, die dem Funknetz keine Rückmeldung machen können, wo sie sich zur Zeit aufhalten.
Das bedeutet, die Ausstrahlung der Nachricht erfolgt bundesweit da der Netzbetreiber nicht wissen kann, wo sich das Gerät befindet. Somit kann eine für ein TelMi in Aachen bestimmte Nachricht auch in München lesen, eine für ein CallMe in Wien bestimmte Nachricht auch in Innsbruck aus dem Äther fischen.
Dazu wird ein gewöhnlicher PC (über serielle Schnittstelle oder, falls vorhanden, Soundkarte) mit dem Scanner-Empfänger verbunden. Auf einem Schaltplan, der vielen Programmen beiliegt, kann man sehen, wie man das Signal in die bei jedem Rechner vorhandene serielle Schnittstelle einspeist. Am Empfänger wird die Sendefrequenz des gewünschten Paging-Dienstes eingestellt.

(Dies sind in Deutschland für TelMi: 448,425 MHz, für Quix/Cityruf 448,475 MHz, in Österreich für airpage: 162,075 MHz, für CallMe: 162,050 MHz)

Nun wird noch das Programm gestartet, das die Pieptöne, d.h. die im POCSAG-code "verschlüsselten" Daten in Klartext umwandelt und auf den Bildschirm zaubert. (Wichtiges technisches Detail am Rande: das Tonsignal zur Weiterverarbeitung nicht am Lautsprecherausgang sondern möglichst noch im Gerät am NF-Ausgang des Demodulator-ICs abgreifen - näheres dazu steht aber auch in den textfiles bei einigen der im Netz erhältlichen Demodulator-Programme).

Oder der Lauscher speichert die Texte auf der Festplatte, für irgendwann mal, man weiß ja nie. Es ist, wie oben bereits beschrieben, kein Problem, solche Software zu erhalten. Programme, die diese Datensignale in Klartext verwandeln, sind beispielsweise im Internet zu erhalten. Natürlich "nur zum testen" von paging-Sendern, versteht sich. Abhören will doch keiner.

Gezielte Überwachung einzelner Teilnehmer möglich

Pro Tag flimmern so etwa 10-20 000 Nachrichten über den Monitor. Um der Nachrichtenflut Einhalt zu gebieten und das Ganze effektiver zu gestalten, kann man auf Wunsch festlegen, welche Teilnehmernummern nur noch abgehört werden sollen, oder auch welche ganz gezielt abgeschaltet werden sollen, weil dort zuviel "Müll" kommt.
Viele nette Menschen geben sehr gerne auf Nachfragen ihre Pagernummer weiter, schließlich freut man sich doch auf Messages. Man schickt demjenigen eine Nachricht, und kann dann sehen, wie Minuten später einen Nummer mit der entsprechenden Nachricht über Monitor läuft. Aber: Kennt man erst einmal die Nummer seines Opfers, dann ist fortan dessen lückenlose Überwachung möglich. Auf Wunsch wird der Rechner jetzt z.B. nur noch die Nachrichten, die dieser Teilnehmer bekommt ausdrucken und abspeichern. Man kann dabei sogar getrost in Urlaub fahren, denn das System arbeitet vollautomatisch und mit großer Betriebssicherheit. Schöne Grüße: Big Brother is watching You....

Neugierig ? Hier z.B., was am 1.2.1999 bei TelMi über den Äther ging (Ausschnitt - nix spektakuläres, nur um mal ´nen Eindruck zu haben, zip-File, 135 kbyte)
Oder die Pager-Maeldungen aus dem Juli 1997 (ASCII-TXT-File 7Mbyte, mehr als 3000 Seiten DIN A4, als 2,4 MB Zip-File zum Download) - sehr amüsant übrigens, darunter die Meldung zu lesen, die TelMi als Reaktion auf den STERN-Artikel dann per Pager an seine Mitarbeiter sandte: ("Nachdem die Presse herausgefunden hat, daß TelMi -Pager nicht abhörsicher sind.....Bitte redet nur dann davon, wenn Ihr darauf angesprochen werdet. " :-))

Siehe hierzu auch ein (übrigens in Zusammenarbeit mit einem RADIO 101-Mitarbeiter) entstandener STERN-Artikel vom 17.7.97 (Quelle: stern-online, www.stern.de)

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