Forscher an der Georgetown University in Washington haben in einer randomisierten, doppelblinden und placobokontrollierten Studie untersucht, ob die Einnahme von NADH die Symptome des CFS lindern kann. Die Studie von L. M. Forsyth, M.D., A. L. Macdowell-Cam-ciro, M. D., G. D. Birkmayer, M.D., Ph. D., H. G. Preuss und J. A. Belanti, M. D., wurde kürzlich in der angesehenen amerikanischen Zeitschrift "Annals of Allergy, Asthma und Immonology" veröffentlicht.
NADH ist die Abkürzung für die biologische Substanz Nicotinamid adenin diniucleotid. Das "H" steht für Hoch-Energie-Hydrogen. Es handelt sich um die reduzierte Form von Coenzym 1. Enzyme fungieren im Körper als Katalysatoren; sie bewirken biochemische Prozesse und sind auf ergänzende Coenzyme angewiesen. ENADA® ist die patentierte Warenbezeichnung für die stabilisierte, verdauliche, absorbierbare Form von NADH, die seit 1995 in den USA auf dem Markt ist und auch für die Studie verwendet wurde. "Ein Mangel an NADH", so heißt es in einer Broschüre von Prof. Georg Birkmayer, "zeigt sich in einem Energiedefizit auf zellulärer Ebene, wovon das Symptom Müdigkeit ist." Birkmayer hat NADH in der medizinischen Anwendung bei Parkinson, Depression und Alzheimer untersucht.
Laut einer Pressemitteilung der Georgtown University Medical Center vom Februar 1999 hat die Studie ergeben, daß bei 31% der Teilnehmer durch die Einnahme von ENADA® eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome erreicht wurde. Die Teilnehmer der Studie litten an CFS gemäß den Kriterien der CDC.
Bei einer längeren Follow-up-Studie zeigten sich bei 72 % der Teilnehmer nach einer längeren Zeit positive Wirkungen durch Einnahme von NADH.
Die Teilnehmer erhielten 10 mg NADH pro Tag. Das ist eine größere Menge, als von den Vertreibern generell empfohlen wird (2,5-5 mg), wenn NADH als Nahrungsergänzungsmittel auch für Gesunde, z.B. bei Sportlern zur Verbesserung des Energiehaushaltes genutzt wird.
NADH wird auch in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.